Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP Frauen:

Frauen in Niederösterreich arbeiten ab jetzt bis zum Jahresende gratis

 

Der Equal Pay Day ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf Tage nach hinten gerückt. Frauen in Niederösterreich arbeiten ab heute bis zum Jahresende gratis – zumindest statistisch gesehen. Trotz geringfügiger Verbesserung gibt es für Landesleiterin BR Doris Berger-Grabner noch viel zu tun.

Der Equal Pay Day fällt dieses Jahr in Österreich auf den 30. Oktober und soll die ungleiche Entlohnung zwischen Mann und Frau aufzeigen. Er markiert jenen Tag, ab welchem vollzeitbeschäftigte Frauen statistisch gesehen bis zum Jahresende gratis arbeiten müssen, um das Einkommen vollzeitbeschäftigter Männer zu erreichen. In Niederösterreich ist dieser am 28. Oktober, welcher im Bundesvergleich an vierter Stelle liegt. Die Einkommensunterschiede haben sich zwar verkleinert, Grund zur Freude ist das aber nicht, denn Frauen verdienen rund 17,6 Prozent weniger als Männer. Darüber hinaus ist ein Kriseneffekt aus der Beschäftigungsstruktur erkennbar; die Einkommenszahlen beziehen sich auf 2020 wobei vielen Männern vor allem der kurzarbeitsbedingte Wegfall der Überstunden zu einem geringeren Anstieg des Durchschnittseinkommens führte. Daneben haben gutverdienende Frauen einen krisensichereren Vollzeitjob, was eine positive Verzerrung im Vergleich zum Vorjahr ergibt. In Wahrheit haben Frauen nicht mehr, sondern Männer weniger verdient. Zusätzlich war das Referenzjahr 2020 ein Schaltjahr und zählte somit einen Tag mehr. Dennoch liegt der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern vor allem daran, dass Frauen öfter Teilzeit und in schlechter bezahlten Berufen arbeiten würden.

Landesleiterin BR Doris Berger-Grabner zum Equal Pay Day 2022: „Die positive Entwicklung zur finanziellen Gleichheit von Mann und Frau hat sich zwar verbessert, aber leider nur minimal. Deswegen ist es von großer Notwendigkeit, weiterhin noch mehr Kräfte zu bündeln, um die Einkommensgerechtigkeit und Einkommenstransparenz voranzutreiben. Von zentraler Bedeutung ist der Ausbau der Kinderbetreuung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deswegen freut es mich umso mehr, dass wir in Niederösterreich die blau-gelbe Betreuungsoffensive zur Unterstützung aller individuellen Familienmodelle präsentieren durften!“ Die Wir Niederösterreicherinnen setzen sich bereits gezielt für Einkommensgleichheit und -transparenz, die Anrechnung der Karenzzeiten in Kollektivverträgen, Quotenregelungen, Neubewertung der Arbeit und vieles mehr ein.

 

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