Informationsveranstaltung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
„Gewalt an Frauen passiert häufig im innerhäuslichen Bereich und reicht von physischer, sexueller und psychischer bis hin zu verbaler Gewalt, aber auch ökonomische Gewalt nimmt dramatisch zu. Im internationalen Vergleich haben wir in Österreich ein sehr gutes Gewaltschutzgesetz, dennoch passieren immer noch zu viele Übergriffe. Dieser Gewalt vorzubeugen und den von Gewalt betroffenen Frauen Schutz und Hilfe zu bieten ist uns ein wichtiges Anliegen“, so LL Petra Bohuslav . „Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP Frauen haben uns zum Ziel gesetzt, Frauen in allen Lebenslagen zu unterstützen. Die Erfahrung zeigt, dass oft schon ein selbstbewusstes Auftreten gewalttätigen Handlungen vorbeugt und Täter abschreckt. Ein wichtiger Schritt dafür ist es, zu wissen, wie Frau sich richtig verhält und welche rechtlichen Möglichkeiten es gibt“, unterstreicht die Landesleiterin.
Aus Anlass des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen lud Wir Niederösterreicherinnen Landesleiterin LR Petra Bohuslav deshalb zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Gewalt in der Privatsphäre“. Ziel des Informationsabends war es, die unterschiedlichen Facetten von Gewalt gegen Frauen zu erklären, rechtliche Möglichkeiten aufzuzeigen und besonders auf entsprechende Hilfestellungen hinzuweisen. Keynote-Speakerin Oberstleutnant Sonja Fiegl, Bezirkskommandantin der Polizei Tulln, tat dies mit großer Kompetenz und Sorgfalt. „Gewalt im sozialen Umfeld zu verhindern ist eine Verpflichtung, die uns alle angeht. Nur gemeinsam können wir Betroffenen helfen und dazu beitragen, dass der soziale Frieden in Familien verbessert wird“, erläutert Bezirkskommandantin Oberstleutnant Sonja Fiegl.
Die Polizei wird meistens als erstes zum Ort des Geschehens gerufen. Dort obliegt den Beamten die Aufgabe, die Situation zu überblicken, die Lage zu beruhigen und eine mögliche Wegweisung des Täters zu veranlassen.
Seit das Gewaltschutzgesetz 1997 in Österreich in Kraft getreten ist hat es zu einer
geänderten Wahrnehmung von häuslicher Gewalt geführt und ermöglicht den Opfern
fern, in der vertrauten Umgebung bleiben zu können. Im Jahr 2016 hat die Polizei in
Niederösterreich 1.402 Betretungsverbote angeordnet und 142 erweiterte Schutzbe-
reiche für gefährdete Minderjährige bei ihren Schulen/Kindergärten/Horten ausge-
sprochen. Mit dem Gewaltschutzgesetz wurde die Dynamik der Abhängigkeit und
Hilflosigkeit durchbrochen.
Um Hilfestellung für Frauen in Notsituationen anzubieten, gibt es in Niederösterreich neben dem Frauentelefon insgesamt 10 Frauenberatungsstellen. Darüber hinaus finden Betroffene konkrete Unterstützung in Frauenhäusern und bei den zuständigen Gewaltschutzzentren.
Wir Niederösterreicherinnen organisieren bereits seit Jahren Aktivitäten und Informationsveranstaltungen, um auf dieses brisante Thema aufmerksam zu machen. Die Devise lautet: Hinschauen, nicht wegschauen – und darüber reden!
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