Festsitzung der Wir Niederösterreicherinnen anlässlich der Verankerung des Frauenwahlrechts in der Niederösterreichischen Landesverfassung

„Frauen machen als Politikerinnen mindestens so einen guten Job, wie ihre männlichen Kollegen. Was es aber braucht ist Mut und Entschlossenheit. Und dafür setzen wir uns als Wir Niederösterreicherinnen ein“, so Landesleiterin Petra Bohuslav.

(St. Pölten – 21. März 2019) – „Die Verankerung des allgemeinen Wahlrechts in der niederösterreichischen Landesverfassung legte vor 100 Jahren den Grundstein für die aktive Frauenpolitik von heute. Unsere Vorreiterinnen waren nicht nur beeindruckende Frauen, sie haben vor 100 Jahren durch ihren Idealismus und ihren Einsatz das Fundament für unser heutiges Tun gelegt!“ Mit diesen Worten eröffnete Landesleiterin LR Petra Bohuslav die Festsitzung in den Klubräumlichkeiten der Volkspartei im Palais Niederösterreich.

Auf ihre Einladung kamen Landtagspräsident Karl Wilfing, Bundesministerin a.D. Maria Rauch-Kallat, Bundesleiterinnen a.D. Rosemarie Bauer und NR Abg. a.D. Dorothea Schittenhelm, um sich an die historischen Entwicklungen zu erinnern und über die Zukunft der Frauenpolitik zu diskutieren.

In seinem Eröffnungsreferat gab Landtagspräsident Wilfing einen Überblick über die letzten 100 Jahre seit der Einführung des Frauenwahlrechts, die eine Erfolgsgeschichte von Frauen auf vielen Ebenen ist: „In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Frauen, die unser Land erfolgreich gestalten, gestiegen. Dennoch, es gibt noch Potential und daher hoffe ich, dass sich noch mehr Frauen trauen ‚JA‘ zu sagen, wenn ihnen politische Funktionen angeboten werden oder sie die Möglichkeit bekommen, an der Entwicklung Niederösterreichs an entscheidender Position mitzuarbeiten“, so Landtagspräsident Karl Wilfing.

Die historische Entwicklung nahm die ehemalige Frauenministerin der ÖVP, Maria Rauch-Kallat zum Anlass für einen persönlichen Rückblick und die Schilderung, wie sich die Frauenpolitik in Österreich aus Ihrer Sicht entwickelt hat. „Unsere Generation konnte auf den Errungenschaften und dem mutigen Kampf der Pionierinnen aufbauen. Nun liegt die Verantwortung bei uns, unsere Rechte einzufordern, sie werden uns nicht nachgetragen. Wir haben als Frauen diese Verpflichtung unseren Töchtern und Enkeltöchtern gegenüber, denn die Gleichstellung ist noch lange nicht erreicht!“, betonte Rauch-Kallat.

Die beiden ehemaligen Landes- und Bundesleiterinnen der ÖVP Frauen, Rosemarie Bauer und Dorothea Schittenhelm betonten im Interview die positive Bilanz und die sichtbaren Erfolge der vergangenen Jahre. „Wir haben als ÖVP Frauen die politischen Prozesse und Entscheidungen, vor allem für Frauen, wesentlich mitbestimmt. Wir sind damals landauf und landab gefahren und haben Frauen ermutigt, sich zu engagieren. Wir müssen das, was wir erreicht haben auch sichern und bewahren!“, sind die beiden erfahrenen Politikerinnen überzeugt.

Klaudia Tanner als Frauensprecherin im niederösterreichischen Landtag macht das politische Engagement der Frauen sichtbar: „Es ist wichtig, dass wir als Frauen gemeinsam die Stimme erheben und die politische Verantwortung in die nächste Generation tragen. Es macht ja auch Spaß, wenn wir etwas bewegen können!“, so Bauernbunddirektorin LAbg. Klaudia Tanner.

Abschließend thematisierte Landesleiterin Petra Bohuslav die aktuellen Arbeitsschwerpunkte der Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP Frauen. Sie betonte dabei vor allem die Absicherung von Frauen in allen Lebensbereichen und plädierte einmal mehr für die unverzichtbare Rolle von Frauen in der Politik. „Die politische Mitbestimmung von Frauen war vor 100 Jahren ein Novum. Heute können wir nicht nur politische Verantwortung übernehmen, wir sollen es auch! Also habt den Mut, „Ja“ zu sagen, denn wir Frauen können’s!“, appelliert Landesleiterin Petra Bohuslav.

 

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