EQUAL PENSION DAY 2019

Landesleiterin LR Petra Bohuslav zum Equal Pension Day: Frauen bekommen beitragsmäßig 5 Monate weniger Pension als Männer!“

 

Utl.: Die Schließung der Pensionsschere drängt - es braucht mehr Aufklärung über Teilzeitarbeit, automatisches Pensionssplitting sowie mehr Unterstützung für pflegende Angehörige

 

Der Equal Pension Day fällt heuer in Österreich auf den 29. Juli und macht den eklatanten Unterschied zwischen Frauen und Männern in der Pension sichtbar. Denn bereits mit dem heutigen Tag haben Männer so viel Pension erhalten, wie Frauen sie erst am Ende des Jahres erhalten haben werden. Deshalb sind Frauen fast doppelt so häufig von Altersarmut betroffen wie Männer. „Frauen leisten in Österreich den Großteil der Betreuungsarbeit und 2018 entschieden sich lt. Statistik Austria 47,5% für eine Teilzeitbeschäftigung, um ihre vielfältigen Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Das zieht riesige finanzielle Nachteile in der Pension nach sich,“ erklärt die Landesleiterin der Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP Frauen LR Petra Bohuslav. „Die Situation ist ernst und erfordert ein umfassendes Konzept, das bereits bei der richtigen Berufswahl von Frauen beginnt,“ so Bohuslav.

 

Das bestätigt auch die Bundesleiterin der ÖVP Frauen, Juliane Bogner-Strauß: „Die Ursachen für die Schlechterstellung von Frauen sind vielfältig, daher brauchen wir auch vielfältige Lösungsansätze“. Mit der Verankerung der Anrechnung von 24 Monaten Karenzzeit in allen Kollektivverträgen und der Anrechnung von bis zu fünf Jahren Kindererziehungszeiten für die Mindestpension sei man bereits entscheidende Schritte in die richtige Richtung gegangen, aber es gebe noch einiges zu tun. Vor allem beim sogenannten Pensionssplitting. „Wir fordern, dass aus dem freiwilligen ein automatisches Pensionssplitting wird. Denn es ist nur fair, wenn jenem Elternteil, der sich nach der Geburt eines Kindes hauptsächlich der Betreuung widmet, diese Zeit entsprechend angerechnet wird,“ so Bogner-Strauß.  

 

Überdies sollen pflegende Angehörige besser unterstützt und für ihre Arbeit entsprechend entlohnt werden, um Gehaltseinbußen abzufedern. Auch mit einer verpflichtenden Information betreffend der Weiter- bzw. Selbstversicherung.